Honorare

Hier können Sie Grundlegendes zu Anwaltshonoraren erfahren. Unterschieden wird hier zwischen gesetzlichen Gebühren und anwaltlichen Honoraren nach Vergütungsvereinbarung. Beides kann Vor- und Nachteile haben. Daher sollten Sie im Einzelfall mit Ihrem Anwalt abklären, wie die anwaltliche Leistung vergütet werden soll. Scheuen Sie sich nicht, danach zu fragen!

Seit 1. Juli 2007 sind die Anwaltsgebühren für die anwaltliche Beratungsleistung nicht mehr gesetzlich festgeschrieben. Vor der Beratung wird der Anwalt daher mit dem Mandanten eine Vergütungsvereinbarung treffen. Dafür bieten wir die nachfolgenden Vereinbarungsmodelle an.

Gegenstandswertvereinbarung

Auch bei Rechtsstreitigkeiten mit besonders niedrigem Gegenstandswert bzw. Streitwert kann es sein, dass die anwaltliche Tätigkeit nach den gesetzlichen Gebühren nicht kostendeckend möglich ist. Ferner gibt es Fälle, bei denen sich der Gegenstandswert bei Auftragserteilung nicht mit Sicherheit bestimmen lässt. Für diese Fälle bietet es sich an, die Abrechnung zu einem anderen Streitwert zu vereinbaren. Dies hat den Vorteil, dass Mandant und Anwalt sicher wissen, welche Honorare fällig werden.

Alternativ gibt es noch folgende weitere Vereinbarungsmöglichkeiten:

Stundenhonorare

Solide anwaltliche Arbeit kann in Fällen, in denen sich der erforderliche Aufwand nicht absehen läßt, nur durch eine als Zeithonorar ausgestaltete Vergütung gewährleistet werden. Dies erfolgt durch schriftliche Vergütungsvereinbarung.

Wir berechnen als volle Stundenhonorar i.d.R.

€ 150 / Stunde 

und eine gesondert berechnete Unkostenpauschale je nach erforderlichem Aufwand (z.B. für Telekommunikationsmittel, Kopien und Porti).

beides versteht sich zzgl. z. Zt. 19 % Ust.

Das bedeutet, die Honorarstunde kostet ohne die Aufwandsvergütung brutto € 178,50 (enthält € 28,50 Umsatzsteuer).

 

Pauschalhonorare

Pauschalhonorare werden je nach Fallgestaltung individuell ausgehandelt.

Für Firmen, die im Laufe der Zeit viele Aufträge erteilen, können besondere Rahmenverträge angeboten werden.

 

Gibt es gesetzliche Regelungen der Anwaltsgebühren?

Ja. Gesetzliche Basis für das Honorar in Deutschland ist seit 1.7.2004 das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Für die anwaltliche Beratung gibt es seit dem 1. Juli 2006 keine gesetzliche Regelung mehr. Hier wird eine Honorarvereinbarung getroffen. Ansonsten wird im RVG zwischen Festgebühren und Rahmengebühren unterschieden.

Festgebühren fallen i.d.R. für gerichtliche Tätigkeiten im Zivil-, Verwaltungs- und Arbeitsrecht an.

Rahmengebühren sieht das Gesetz überwiegend für außergerichtliche Tätigkeiten sowie weitgehend für die Gebiete des Straf- und Sozialrechts vor.
Die Gebührentatbestände sind im Vergütungsverzeichnis als Anlage zum § 2 Abs. 2 RVG aufgelistet und mit den entsprechenden gesetzlichen Gebührenvorschriften versehen.

WAS KOSTEN ZIVIL-,
ARBEITS-, VERWALTUNGS-
UND FINANZRECHTLICHE
ANGELEGENHEITEN?

Hier wird das Anwaltshonorar aus zwei Faktoren berechnet: Dem Gegenstandswert und der auftragsgemäß entfalteten Tätigkeit.

Unter dem Gegenstandswert einer Angelegenheit versteht man den objektiven Geldwert oder das wirtschaftliche Interesse des Auftraggebers. Bei Forderungsangelegenheiten entspricht er dem Betrag der geltend gemachten oder abzuwehrenden Forderung. Bei nicht vermögensrechtlichen Angelegenheiten (z.B. Ehescheidung, Baugenehmigung, Kündigung, Gewerbeerlaubnis oder Vertragsgestaltung) ist der Gegenstandswert teils den besonderen gesetzlichen Vorschriften (z.B. Kostenordnung der Notare), teils der umfangreichenRechtsprechung zu entnehmen. Im gerichtlichen Verfahren wird er vom Gericht festgesetzt.

Häufig wird das „Honorar“ eines Anwalts mit seinem „Gewinn“ verwechselt. Es ist jedoch nur sein „Umsatz“, und der Anwalt muss davon seine gesamten Kosten (Personal, Miete, EDV-Anlage, Literatur, Fortbildung und schließlich auch die Haftpflichtversicherung) begleichen.

 

Quellennachweis

Die vorstehende Information ist nach redaktioneller Bearbeitung auszugsweise der Broschüre „Anwaltsvergütung – ein kurzer Leitfaden“ der Bundesrechtsanwaltskammer entnommen. Den Leitfaden als pdf-Datei finden Sie unter wwww.brak.de.

Hierzu der folgende Hinweis:

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